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Beitragsseiten

Auf dieser Seite finden Sie alle Einzelheiten zur Geschichte unserer Kapelle.


1865

TMK 1865

Die Anfänge unserer Kapelle reichen zurück bis 1860. Dies geht hervor aus Aufschreibungen und Mitteilungen des längst verstorbenen Ehrenkapellmeisters Friedrich Seyrkammer. Das Gründungsjahr steht nicht eindeutig fest, liegt aber vor 1865. Aus dieser Zeit liegt im Archiv eine Fotografie mit den Gründungsmitgliedern.


1870

TMK 1896 TMK 1900

Die ältesten Notenblätter im Archiv ("Regimentstochter" von Donizetti) sind handgeschrieben und signiert mit "Franz Söllinger 1870", andere mit "Teufelberger". Zu dieser kleinen Kapelle fanden sich später Leute verschiedenen Alters, verschiedener Berufe in einer freiwilligen Gemeinschaft, die sich zum Ziel gesetzt hatten, sich und anderen Freude zu bereiten. Wenn wir wissen, dass es die ersten Blaskapellen erst seit 1830 gibt, seit der Erfindung der Ventile und der Verbesserung der Holzblasinstrumente, und die ersten Kapellen nicht mehr als 8-12 Mann hatten, kann man die Leistungen dieser Männer nicht hoch genug einschätzen. Nach dem verheerenden Marktbrand von 1844 und den Anstrengungen des Wiederaufbaues hatten sich die Wimsbacher wieder gefudnen zu Fest und Feier, zu Musik und Tanz.

Die Leitung der Kapelle hatten zumeist gediente Militärmusiker wie Ludwig Söllinger und Josef Dopf, und Schulmeister: Galistl, Johann Spanbauer und Josef Bauer; fähige Musiker, die auch andere für Musik begeisterten, die Instrumente aus eigenen Mitteln kauften, junge Leute heranbildeten und die Noten meist selbst schrieben.
Besonders drei Familien waren es, die unter persönlichen Opfern viel für die Musik in Wimsbach getan haben: Sebastin Söllinger mit seinen Söhnen Ignaz und Ludwig. Ein Rudolf Söllinger war seinerzeit mit Johann Dickinger und Alois Übleis als Landlergeiger weit bekannt. Weiters die Familien Seyrkammer und Dopf.
Die ersten Musiker trugen noch Zivilkleidung, später zur Uniformbluse den Hut mit Federbusch, der Kapellmeister hatte einen roten Federbusch. Die Kapelle bekam später ein B-Helikon und Pfarrer Watzinger kaute das Schlagwerk, die anderen Instrumente - Horn, Trompete und Flügelhorn - waren meist Privatbesitz. Die Schärpe und den Stab stifteten die Bürgersfrauen des Marktes.
Der bereits erwähnte Ludwig Söllinger war 28 Jahre Kapellmeister und der spätere Ehrenkapellmeister Josef Dopf war 52 Jahre ausübender Musiker, davon 35 Jahre Kapellmeister.


1914

TMK 1926

1914 brach der 1. Weltkrieg aus, und die Männer mussten unter die Fahnen. Die Kapelle kam zum ersten Mal zum Stillstand. Gleich nach dem Krieg war es wieder Kapellmeister Dopf, der die heimgekehrten Musiker sammelte und die Kapelle wieder aufrichtete. Und schon beim großen Musiktreffen in Salzburg im Jahre 1922 beteiligte sich die Kapelle am Preisspiel. Unter Stabführung des späteren Landeskapellmeisters Johann Holzinger errang die Kapelle mit dem Musikstück "La force" von Verdi einen schönen Erfolg. In den folgenden Jahren wurde die Kapelle immer größer und in regelmäßiger Probenarbeit reifte sie zu einem erstklassigen Klangkörper heran.


1930

TMK 1932

1930 löste Friedrich Seyrkammer, Zimmermann in Wimsbach, den Ehrenkapellmeister Josef Dopf ab. Ein zweites Mal ließ der Krieg die Kapelle verstummen. Bis 1940 mußten die besten Kräfte einrücken. Und als der Krieg zu Ende geht und die Männer nach und nach wieder zurückkehren, fehlen vier gute Musiker. Es sind dies der junge Georg Stürzlinger, der nicht nur ein ausgezeichneter Flügelhornist war, sondern schon selbst komponierte und als Kapellmeister eingesetzt war. Weiters kamen nicht mehr Josef Winklmair und die Brüder Josef und Johann Auinger, beide gute Trompeter.


1945

Bald begann aber wie in allen Bereichen auch bei den Musikkapellen die Aufbauarbeit von neuem. Da war es der Bürgermeister Johann Hörtenhuber, der schon im Winter 1945/46 den Anstoß zur Neugründung der Kapelle gab, und dem ehemaligen Kapellmeister Friedrich Seyrkammer gelang es, die Kapelle wieder aufzubauen. In der ersten Probe waren es nur 13 Mann. Die Instrumente waren überholungsbedürftig, neue waren nicht zu bekommen, das Schlagwerk war von den Amerikanern mitgenommen worden.


1946

Aber im Frühjahr 1946 war es so weit, dass die Kapelle zum ersten Mal anlässlich der Hochzeit des Mitgliedes Ferdinand Gollinger vor die Öffentlichkeit treten konnte. Ganz Wimsbach freute sich damals über die neuerstanden Kapelle.
Als die ersten Schwierigkeiten geschafft waren und noch einige Musiker aus der Gefangenschaft heimkehrten, wuchs die Kapelle stetig an. Da erkrankte Friedrich Seyrkammer ernsthaft. In dieser Situation ist es der ehemalige Oberlehrer Josef Schmidt, der sich der Kapelle annimmt. Er war seiner k. u. k. Militärkapellmeister und war als Flüchtling nach Wimsbach gekommen. Er wohnte mit seiner Familie im Hause Schauflinger. Er übernahm gern die Leitung der Kapelle, hielt wöchentlich zwei Proben und schulte Musiker auch in Einzelproben. Dazu kam spontan interessierter Nachwuchs und es machte sich ein unerhörter Aufschwung bemerkbar. Für die Jugend erwies sich die Blasmusik in ihrer unkomplizierten Aussage und verhältnismäßig leichten Erlernbarkeit als erstrebenswert. Um den Nachwuchs nahmen sich besonders die erfahrenen Musiker Leo Bauer, Friedrich Seyrkammer, Emmerich Raab, Franz Haslinger und Rudolf Wimmer an.


1948

TMK 1949

In kurzer Zeit erreichte die Kapelle eine Stärke von 30 Mann. Für die Proben, die früher im Hause Aigmüller-Knorrek gehalten worden waren, bekam die Kapelle das Salettl vom Bräuhaus. Damals hatte die Kapelle noch keine geeignete Uniform. Der Stoff war bereits vor dem Krieg gekauft worden, einige fertige Uniformen waren bei Spinnstoffsammlungen abgegeben worden. Da zu wenig Stoff vorhanden war, behalf man sich mit eingefärbten Amiblusen. Das Zubehör wurde von den Spielern selbst aufgebracht. Im Jahre 1948, beim großen Musikertreffen in Ebensee, konnte die Kapelle erstmals in einer neuen Uniform teilnehmen: dunkelgrüne Blusen, schwarze Hosen, grüne Schirmmützen.


1950

Im Jahre 1950 fand das 85jährige Gründungsfest der Kapelle, verbunden mit einem Bezirksmusiktreffen des Bezirkes Wels, statt. Erstmals wird in Wimsbach auf dem Marktplatz ein Wertungsspiel ausgetragen.


1951

1951 aber stand die Kapelle vor einer neuerlichen Krise: ihr Kapellmeister Josef Schmidt wandert im Spätherbst nach Kanada aus. Die Kapelle nahm am Bahnhof Abschied von ihrem verdienten Leiter. Am selben Tag geleitete die Kapelle ihren alten Ehrenkapellmeister Josef Dopf zu Grabe.


1952

Die Leitung der Kapelle übernahm vorübergehend Landeskapellmeister Johann Holzinger bis 1952 und der Bezirkskapellmeister Rudolf Fiedler. Dieser übergab den Stab nach einem halben Jahr an Karl Mistlberger aus Stadl Paura, der nach Wimsbach übersiedelte und die Kapelle bis 1956 führte.


1955

TMK 1956

Da Mistlberger nach Deutschland übersiedelte, wurde Rudolf Wimmer mit der Leitung der Kapelle betraut und 1967 wurde Johann Dickinger Kapellmeister. Stabführer war seit 1926 Mathias, er wurde 1956 von Josef Becker abgelöst. Obmann der Kapelle war lange Zeit Herr Bäckermeister Josef Knorrek. Becker war von 1946 an Schriftführer und anschließend Stabführer und Obmann. Als eine der ersten im Bezirk erhielt die Kapelle 1955 die neue Trachtenuniform: Schwarze Lederhose, brauner Janker, Schwarzer Hut.
Im Jahre darauf erfolgte die Umstellung des Instrumentariums auf tiefe Stimmung; die Holzblasinstrumente wurden neu angeschafft und die Blechblasinstrumente umgebaut.
In den Jahren der Kapellmeister Wimmer und Dickinger hat die Kapelle einen weiteren erfreulichen Aufschwung genommen. Regelmäßige Proben im neuen Probelokal im Turnsallbau der Volksschule und ständige Weiterbildung des Nachwuchses ließen die Leistungen immer besser werden.
Die Anforderungen in dem aufstrebenden Kurort wurden auch immer größer. So kommen immer mehr Fremde, um hier Ruhe, Erholung und Gesundung zu finden. Die herrliche Lage im Alpenvorland, die einzigartige Alpenflora in den Almauen, reizvolle Wanderwege, das günstige Klima, die gepflegten Anlagen des Moorbades im stellen Tal des urlaten Niedermoores bieten die besten Voraussetzungen dazu. Das Moormuseum, das Heimatmuseum, das Jungschützenmuseum und das Verkehrsmuseum laden zum Besuch ein und regelmäßige Kurkonzerte sorgen für Unterhaltung. So spielt auch die Blasmusikkapelle Wimsbach seit Jahren im Sommer in Neydharting.


1968

TMK 1965 TMK 1977 TMK Mitglieder 1977

An den Veranstaltungen des Bundes der Blasmusikkapellen und an den Wertungsspielen beteiligte sich die Kapelle immer mit gutem Erfolg; so 1953 an dem Musikfest in Wels, 1958 in Steyr, 1960 und 1969 in Linz. 1959 fand das Bezirksmusiktreffen wieder in Wimsbach statt mit einem Militärkonzert der Brigademusik 4. Beim Trachtenfest 1962 war die Kapelle in Wels, am Jugendfest 1963 in Linz. 1965 konnte die Kapelle das 100jährige Bestehen mid dem Bezirksmusiktreffen in Wimsbach begehen. 1968 nahm die gesamte Kapelle and der 1200-Jahrfeier der Partnerschaftsgeimeinde Seulberg - jetzt Friedrichsdorf - in Hessen, BRD, teil.
Die Bevölkerung nahm stets regen Anteil an der Musik und ihrem Spiel und freute sich über ihre Erfolge. Besonders früher, als es noch nicht Radio, Fernsehen und andere Unterhaltungsmedien gab, war nicht nur den ausübenden Musikern, sondern auch den Zuhüörern die Musik ein Erlebnis. War sie doch immer Träger und Bewahrer des volkstümlichen Brauchtums, begleitete die Musik den Menschen bei allen weltlichen und kirchlichen Festen, bei Tanzveranstaltungen, Hochzeiten und beim letzten Gang auf den Friedhof. Und die Kapelle braucht für ihre Existenz nicht nur die finanzielle Unterstützung, sondern auch das Interesse und die Teilnahme der Bevölkerung bei allen ihren Veranstaltungen.


1997

TMK 1990

Ein wohl geschichtliches Ereignis war die Konzertreise nach Japan. Die Einladung durch die japanischen Freunde führte die Trachtenmusikkapelle nach Fukuoka. Die zahlreichen Besucher der Konzerte waren sichtlich von den Darbietungen angetan. Durch die Unterbringung bei Familien lernten die Musikerinnen und Musiker die japanische Kultur näher kennen und es wurden so manche noch immerwährende Freundschaften geschlossen.

Neben den bereits zur Tradition gewordenen Frühjahrs- und Herbstkonzerten brachte die Trachtenmusikkapelle ihrem Publikum immer wieder neue Darbietungen wie z.B.: Benefizkonzert, Gemeinschaftskonzert, Kirchenkonzert,... dar. Natürlich war die Teilnahme an den Konzert- und Marschwertungen jährlich ein Bestandteil der hervorragenden Arbeit von Kapellmeister Werner Parzer und Stabführer Gerhard Haslinger.


2000

Die ausgezeichneten Leistungen bei diesen Wertungen wurden durch die Verleihung der KINZL Medaille im Jahr 2000 besonders gewürdigt. Die neue Tracht ist wohl der Höhepunkt der jüngeren Vereinsgeschichte und war durch die besondere Unterstützung der Bevölkerung und der Marktgemeinde zum 135-jährigen Bestandsjubiläum ein besonderes Geburtstagsgeschenk. Die harmonische Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen unter Obmann Franz Gira ist wohl das wichtigste um Erfolge zu erzielen. Mit Einsatz und Motivation werden die 65 Musikerinnen und Musiker den Herausforderungen der Zukunft mit viel Freude und Engagement entgegenblicken!

 
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